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... Tesla +++ Skalarwellen +++ Neutrinos +++ Objektivitätstheorie +++ Elektro-Smog ...

WAS MEINEN WIR DAZU

Text erneuert im Dezember 2002


In letzter Zeit häufen sich wieder Publikationen und Auftritte zu diesem Thema. Die Skalarwellengemeinde (inkl. abgeleiteter Themen) irrt weiter um das Gebäude der Wissenschaft (s.u.: Text vom Sommer) und hat offenbar noch nicht den Eingang gefunden. Bisher erschienene Hinweise kommen in erster Linie aus der Esoterikecke. Ein klarer theoretischer/praktischer Hinweis auf die Existenz von elektrischen Skalarwellen fehlt nach wie vor und die Kritiken von angesehenen Wissenschaftlern konnten bisher nicht entkräftet werden.

Nach eingehender Prüfung der vorliegenden Beiträge zu diesem Thema fühlen wir uns als Fachbereichsvorstand des Fachbereichs Computer & Electrical Engineering und als Ingenieur der Elektrotechnik bzw. Physiker verpflichtet eine Stellungnahme abzugeben:

  1. Kollege Meyl hat dem Fachbereich und der wissenschaftlichen Öffentlichkeit bis heute keinen akzeptablen Nachweis (experimentell und theoretisch) seiner Hypothesen geliefert.
  2. Er entzieht sich der öffentlichen oder halböffentlichen Diskussion mit Fachleuten, keine seiner Theorien wurde bisher in anerkannten wissenschaftlichen Fachzeitschriften publiziert oder auf wissenschaftlichen Kongressen vorgestellt.
  3. Die Darstellung und Publikation seiner Hypothesen findet vorwiegend vor fachfremden Publikum und in zunehmenden Maße in der Esoterikecke statt. Wir müssen uns daher von seinen Hypothesen zur Existenz von elektrischen Longitudinalwellen im freien Raum und ladungsfreien Medien nebst Folgerungen (Neutrinopower, Energetisierung des Wassers, ...) klar distanzieren, da die bisher gelieferten Begründungen falsch sind (vgl. auch Diskussionsbeiträge im Diskussionsforum). Dies begründet, warum in den Studiengängen des FB CEE diese Theorien keinen Eingang in die Lehrveranstaltungen finden dürfen. Von Investitionen in die "praktische" Nutzung dieser Hypothesen können wir nur dringend abraten.

Mit den besten Empfehlungen
Robert Hönl, Dekan CEE
Dietrich Kühlke, Prodekan CEE


Text vom Sommer 2002

Das Gebäude der Wissenschaft ist an vielen Stellen noch eine Baustelle oder gar unbekannt. Andere Teile gelten seit vielen Jahren als fertiggestellt und beherbergen erfolgreiche Bewohner. Manchmal ist es auch erforderlich, die eine oder andere Stelle aufzureißen um etwas auszubessern ... es kann natürlich auch sein, dass man sich nur einbildet, etwas verbessern zu müssen. In diesen Fällen hilft eine Diskussion mit Fachleuten.

Prof. Dr Meyl, ein geschätzter Kollege unseres Fachbereichs Computer & Electrical Engineering (CEE), ist berufen für Leistungselektronik, Antriebs- und Steuerungstechnik und lehrt in diesen Gebieten. Außerhalb der Fachhochschule Furtwangen forscht er im Rahmen seines Steinbeis-Transferzentrums - auf Gebieten der Physik, nennen wir hier abkürzend die theoretischen Arbeiten ”Meyl’sche Theorie”. Gegen seine dort erarbeiteten Forschungsergebnisse gibt es aus der Fachwelt (von Außenstehenden und aus unseren Reihen) erhebliche, ernst zu nehmende Einwände, die die Grundlagen seiner Theorien in Frage stellen.

Bei der Frage, inwieweit solche Forschungsergebnisse in die Lehre einfließen können, muss sorgfältig abgewogen werden zwischen dem hohen Gut der Freiheit von Lehre und Forschung und der Verantwortung gegenüber unseren Studierenden, fachlich korrekte Lehrinhalte zu vermitteln (genau genommen schließt Freiheit von Forschung und Lehre gerade diese Verantworung mit ein).

In den Studiengängen des Fachbereichs Computer & Electrical Engineering werden Lehrinhalte, die schon in ihren Grundlagen umstritten sind, prinzipiell aus der Lehre verbannt. Im Sinne einer Qualitätssicherung, zu der wir uns verpflichtet fühlen, können solche Lehrveranstaltungen weder als Studienleistung (für Studierende) noch als Deputate (von Professoren) akzeptiert werden. Wir bieten im Rahmen von moderierten Kolloquien Interessierten die Gelegenheit, sich als Vortragende, Hörende und Diskutierende mit umstrittenen Lehrinhalten zu befassen. Hierzu gehört nicht allein ein Vortrag, sondern auch insbesondere die bereits erwähnte Fachdiskussion. Hier kann sich jeder Zuhörer ein Bild davon machen, was anerkannt ist und was nicht. (Ein Beispiel für einen Diskussionsbeitrag zu den Meyl`schen Theorien ist unter s. u. zu finden).

Die heftigen Dispute um die o.a. Meyl’schen Theorien insbesondere auch um ihre Grundlagen haben uns veranlasst, diese Theorien ebenfalls aus unserer Lehre fernzuhalten, solange bis eine Akzeptanz durch die wissenschaftliche Gemeinde erfolgt. Angebliche Nachweise der Meyl’schen Theorie sind bei uns bisher ausgeblieben oder erwiesen sich als haltlos.

Ein Beitrag zur Verifikation oder Falsifikation eines Teils der Meyl'schen Theorie, das Meyl'sche Elektron findet sich im Preisausschreiben von Prof. Dr. Bruhn (TU-Darmstadt (s.u.)) - alle Interessierten mögen sich auf die Suche in der Baustelle begeben ... verirren Sie sich aber nicht!

Viel Glück

Robert Hönl - Dekan

hnl@fh-furtwangen.de





LINKS hierzu:

Prof. Dr. Meyl http://www.k-meyl.de

Prof. Dr. Bruhn http://www.mathematik.tu-darmstadt.de/~bruhn/

Preisausschreiben ”Meylsches Elektron” :

http://www.mathematik.tu-darmstadt.de/~bruhn/ELEKTR.HTM

Prof. Dr. Kühlke, Kommentar zu K. Meyl, ”Gibt es longitudinale elektrische Wellen”, Vortrag im CEE-Kolloquium am 5.6.02

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