|
Autor
|
Thema: Wissenschaftsgläubigkeit
|
Dr.C.R. unregistriert
|
erstellt am: 26. Mai 2001 14:45
An Herrn Hoefer:In der Physik ist auch nicht alles Gold was glänzt.Und die Forschung einfacher.Man reduziert solange alle Störparameter oder kompensiert sie oder nimmt sie als e-funktion an bis man den gewünschten Parameter messen kann.Deswegen ist es aber dann auch wieder irgendwie langweiliger.Komplexität ist interessant.Dieses eigentlich nicht beherrschbare, oder doch wesentlich schlechter faßbare, macht die Medizin faszinierend. |
Dr. Schiwago unregistriert
|
erstellt am: 26. Mai 2001 15:52
"Andererseits sind Ergebnisse großer Studien die in anerkannten Zeitschriften veröffentlicht werden schon vertrauenswürdig."Da hat sich später noch nie etwas als Murks herausgestellt ? Das kann ich nicht glauben. |
Dr. Matthias Solga Mitglied
|
erstellt am: 26. Mai 2001 20:41
Karl Klarsicht: ich habe kein Problem damit, daß es Gebiete gibt, in denen sich andere als Ärzte versuchen, um zu helfen. Es gibt da wirklich ausreichend. Beispiele in meinem Fach: chron. Prostatitis, chron. Zystitis. Daß es Richtungen gibt, die ihren Wirkungsnachweis nicht bringen (noch nicht bringen, nicht bringen können), hat ja auch Existenzberechtigung. Da mühen sich ganz sicher viele wackere Leute, die versuchen, ihr Bestes zu geben für Menschen, denen die Schulmedizin nicht helfen kann, dagegen habe ich überhaupt gar nichts, mit denen arbeiten wir sogar gut zusammen, wir bekommen Patienten zur Abklärung und fragen dort immer wieder mal nach bei Heilpraktikern. Nur: 1. kann eine Medizin, die ihren Wirksamkeitsnachweis nicht bringt, nicht zur allgemein gültigen Ansicht erklärt werden und demzufolge alles andere als Unfug darstellen. 2. kann ich als Arzt eine solche Medizin nicht selber betreiben und meinen Patienten nicht empfehlen, da diese von mir in meiner Stellung in der Gesellschaft erwarten, daß ich gewisse Sicherheiten nennen kann, wenn ich etwas empfehle. Dies ist meine Situation. Beide Positionen gelten für Probleme, die wir Schulmediziner nicht beherrschen. Nun sehe ich aber immer wieder, daß z.b. Behandlungen von Erkrankungen, die wir gut beherrschen, von Außenseitern infiltriert werden mit Methoden, die diese Erkrankungen nicht in den Griff bekommen. Erst Donnerstag folgender Fall: ein Pat., Vater eines Kollegen in der Nähe, hat im September 1999 bei uns ein Prostatakarzinom diagnostiziert bekommen in einem Stadium, das heilbar war. NAch der Diagnose kam er nicht wieder, ging zum Schamanen. Donnerstag kommt er wieder mit massivsten Rückenbeschwerden, Rö: zwei Wirbelmetastasen. PSA 1120. Solche Fälle kommen immer wieder vor, da wird man wütend, glauben Sie mir, wenn man weiß, daß 97% der Leute im gleichen Stadium durch eine Operation geheilt werden. Und das sind keine Studien, das ist tägliche Wirklichkeit. Wenn sich die Paramediziner um Gebiete kümmern würden, die die Schulmedizin ergänzen, wäre ich dankbar. Da gibt es immer noch sehr, sehr viel, und wenn es nur die Rezidivprophylaxe des Harnsteines wäre. Da allerdings kümmert sich keiner drum. Es wird nur in die Gebiete reingepfuscht, die von der Schulmedizin bereits sehr gut beherrscht werden, Es geht lediglich darum, in Bereichen, in denen über die Verzweiflung der Leute gutes Geld winkt, abzugrasen. Nur wenigen geht es darum, Menschen in Not, die sonst nur unzureichende Hilfe bekommen, zu helfen. Die allerdings achte ich sehr hoch, mit denen arbeite ich gut zusammen, in unserer Umgebung allerdings leider nur zwei. Und da ist es mir dann schnurz, ob Paramediziner oder auch Rabbi oder Priester, völlig egal, wenns hilft. |
Dr. Matthias Solga Mitglied
|
erstellt am: 26. Mai 2001 20:42
Dr. Schiwago: selten. Große, multizentrische oder militnationale Studien sind schon einigermaßen vor Beeinflussung Einzelner sicher. Allerdings auch sehr schwerfällig unhd langsam. |
Frederike unregistriert
|
erstellt am: 27. Mai 2001 19:57
Wissenschaftliche Studien zur Orthomolekularen Medizin finden Sie z.B. in der Nutriologischen Medizin von Dr.Werbach. Sie sind großenteils in anerkannten internationalen Zeitschriften wie im Lancet erschienen. Das hat die Kritiker z.B. im Medizinforum aber nicht davon abgehalten, zu schreiben, es sollten erst einmal wissenschaftliche Studien vorgelegt werden. Selber lesen muß man wohl selber, nicht wahr? Zu Ihrer Frage, wo ich beziehe: Online bei www.hypo-A.de Wer daran verdient, ist mir ziemlich egal, solange es mir hilft und ich meine Zeit nicht in Wartezimmern vertrödeln muß. Die ist nämlich sehr viel teurer als alles, was ich bisher dort bezogen habe. Service sollte in Arztpraxen groß geschrieben werden. Das Gegenteil ist oft der Fall. Meine Zeit wird gestohlen und geholfen wird mir nicht wirklich. Dagegen ist hypo-A serviceorientiert: Innerhalb von manchmal nur einem Tag ist das Paket da - porto- und verpackungsfrei! Und ich bin seither so fit wie lange nicht. Herr Dr.Solgar, woher bitte nehmen Sie eigentlich Ihre Gewißheit, daß der Patient mit dem Krebs von Ihnen so sicher geheilt worden wäre? Metastasen sollen sich doch oft schon lange vor der Erkennung eines Krebses im Körper verteilen. Mit freundlichen Grüßen! |
Dr. Matthias Solga Mitglied
|
erstellt am: 27. Mai 2001 20:21
Sicherheit daher, weil ich die Patienten über Jahre hinweg weiter beobachte. Beim Prostatakarzinom geht man von Heilung aus, wenn nach 5 Jahren keine Hinweise auf Rezidiv nachweisbar sind, das wird wirklich sehr engmaschig und genau nachuntersucht. Nach diesen 5 Jahren wird jährlich nachuntersucht. Daher die Gewißheit. Und Patienten mit einem Rezidiv einer urol. Krankheit kommen immer zum Urologen zurück, das ist so spezialisiert und individualisiert, daß keine andere Fachrichtung damit was anfangen kann. Ein Problem sind in der Tat die versteckten Metastasen, also versprengte kleinste Zellnester, die sich zunächst der Diagnostik entziehen und erst nach vermeintlich kurativer Therapie zum Vorschein kommen. Das geschieht innerhalb weniger Monate. Diese Patienten sind natürlich nicht als geheilt anzusehen. Aber ob geheilt oder nicht, ist erst mit einiger Sicherheit nach 5 Jahren einzuschätzen.Übrigens: ein ganz wesentlicher Mangel besteht in der wissenschaftlichen Bearbeitung der Krebsnachsorge. Was muß wie oft und wie lange in welchen Intervallen bei welchen Erkrankungen gemacht werden? Während in der Diagnostik und Therapie, auch bei der Rezidivtherapie, in der Urologie extrem starken Leitlinien folgen, und das auch mit sehr guten Erfolgen, krepeln wir bei der Nachsorge aufgrund obskurer Erfahrungswerte herum. Da gibt es keine wissenschaftlich begründeten Empfehlungen. |
ama@ariplex.com Mitglied
|
erstellt am: 27. Mai 2001 20:44
>VERITAS >unregistriert >erstellt am: 25. Mai 2001 09:47>Reine Wissenschaftsgläubigkeit ändert bei >chronischen Erkrankungen garnichst. Ohne Fakten: nein. >Mindestens gehört noch eine Menge Erfahrung >dazu. Wer fähig ist die menge der >wissenschaftlichen Erkenntnisse mit der >Summe von Erfahrungen zusammenzubringen, >der wird Erfolg haben.
Das ist eine ganz, ganz üble Demagogie. Hier wird die Wissenschaft ausgehebelt und durch "Erfahrung" ersetzt. Im nächsten Schritt gilt dann nur doch die Erfahrung, und die Wissenschaft gar nichts mehr. >Die Erfahrung hat belegt, dass >orthomolekulare Medizin bei vielen durch >Umweltbelastungen initierten chronischen >Erkrankungen signifikant helfen kann.
Sag ich es nicht!? Die Wissenschaft ist plötzlich weg. So einfach geht das, wenn man Schwindelverfahren hochjubeln will. >Ausschließlich kommerzielle Interessen im >Falle der orthomolekularen Medizin zu >unterstellen ist fahrlässig und dumm!
Ja, da ist was dran. Neben Raffgier gibt es bei vielen auch eine ziemlich große Dummheit. >Lieber reich und gesund als arm und krank!
Auf Kosten wessen? Auf Kosten der Kranken, die von Leuten wie Peter-Hansen Volkmann sinnig jeden Monat um 200 DM zur Kasse gebeten werden? Ein sattes Sümmchen, für das ein ehrlicher Kassenarzt lange arbeiten muß. ama http://www.ariplex.com/ama/ama_volk.htm (über Werbung)
|
ama@ariplex.com Mitglied
|
erstellt am: 27. Mai 2001 20:48
>Frederike alias Peter-Hansen Volkmann >unregistriert >erstellt am: 27. Mai 2001 19:57>Wissenschaftliche Studien zur >Orthomolekularen Medizin finden Sie z.B. in >der Nutriologischen Medizin von Dr.Werbach. Herr Volkmann, nun kommen Sie doch nicht wieder mit diesen ollen Kamellen! Herr Volkmann, Sie sind uns eine Menge Antworten schuldig. Damit die Leserschaft sich ein Bild machen kann, gebe ich einen sehr schönen Link an: http://www.ariplex.com/ama/ama_volk.htm ama http://www.ariplex.com/ama/amaquack.htm (über Fragen und Antworten)
|
Dr.R.M. unregistriert
|
erstellt am: 27. Mai 2001 22:27
Leiden Sie an Volkmann-Phobie? Ich lese auch den amerikanischen Werbach seit ca. 15 Jahren. Wir arbeiten damit in der Uni. Sicher heiße ich nun auch Volkmann, nicht wahr? |