erstellt am: 15. Mai 2001 13:15
Frau oder Herrn Behrmann,KA kann ich nur recht geben. Das Schlimmste ist es, wenn man Fragen hat oder Ungerechtigkeiten beseitigen oder diskutieren möchte und dabei nur an andere Stellen verwiesen wird, bei denen man am Schluß immer noch kein annehmbares Ergebnis erzielt. Das macht wütend und agressiv.Ich möchte auch eine verbindliche Antwort auf meine Fragen. Diese beziehen sich auf eine Krebspatientin, die in der Uni-Klinik Kiel Abt. HNO behandelt wurde. Es ist ein großer Tumor im Rachenraum im Oktober 2000 festgestellt worden, worauf die Patientin erstmal einen Luftröhrenschnitt erhielt. Dieser Schnitt wird durch einen Plastikschlauch offen gehalten. Dieser sollte laut Auskunft des Arztes aber nach erfolgreicher Strahlen- und Chemotherapie wieder entfernt werden, so daß der Schnitt wieder geschlossen wird. Einige Wochen später hiess es die Öffnung muß für immer bleiben. Wie jetzt?
Dann wurden einige undefinierbare Punkte in der Lunge und der Leber festgestellt nach tagelanger eingehender Beratung der Ärzte wurden diese Punkte nicht weiter untersucht und sollten beobachtet werden. Wieder einige Wochen später hatten sie sich zwar vermehrt aber eine eingehendere Untersuchung oder OP wurden nicht gemacht. Die Patientin ist 65 Jahre alt und es wird nichts mehr gemacht? Wie jetzt?? Noch nicht einmal eine Misteltherapie oder Enzymbehandlung. Die Patientin hat mittlerweile eine stark geschwollene Leber und ständigen Auswurf beim Husten. Sie behandelt sich trotz ca. nur 400 DM Rente und einer Medikamtentenbefreiung der Krankenkasse auf eigene Kosten mit den für sie am wirksamsten aber teuersten Woben Enzymen. So wie es aussieht, schlägt diese Therapie gut an, aber der Arzt kann sie ihr laut eigener Auskunft nicht verschreiben, obwohl er ihr dieses Medikament empfohlen hat. Kann das sein?
Ein weiteres Thema in der Uni-Klinik ist wohl die Ausstattung der Klinik und die Ausbildung des Personals. Die Patientin hat schweres Asthma. Da in der Uni-Klinik die Behandlungen sehr oft in anderen, dafür extra ausgestatteten Häusern stattfinden, wurde die Patientin dorthin mit einem sogenannten Taxi gefahren. Wie wir gesehen haben, ist das Fahrzeug und der Fahrer auf Asthmaanfälle in keinster Weise vorbereitet. Wenn die Patientin einen Hustenanfall mit akuter Atemnot bekam, fiel dem Fahrer nichts anderes ein, als aufs Gas zu treten, um die Patientin an ihrem Zielort in der Klinik abliefern zu können. Er konnte ihr nicht helfen. Gut, muss man als Fahrer vielleicht auch nicht, aber das Personal in einem Krankenhaus, sollte wohl etwas tun können. Weit gefehlt. Die Krankenschwester im Büro kam erst nach mehrmaligen Aufforderungen des Sohnes zu der Patientin und konnte ihr wohl auch nicht helfen. Das Rettungsteam eines Krankenwagens kam zufällig vorbei und legte der Patientin sofort einen Tropf, worauf sich die Atmung sofort entspannte. Was ist das denn?? Ein anderes mal bekam die Patientin beim Warten auf ihre Untersuchung einen Kreislaufzusammenbruch. Die aufmerksam gewordene Krankenschwester war sehr bemüht ein Blutdruckmessgerät zu besorgen, konnte aber in mehreren Räumen keines finden. Kein Blutdruckmessgerät im Krankenhaus?
Am meisten aber ärgert uns die Unehrlichkeit und Desinformation. Haben diese Leute eigentlich schon einmal etwas von Schockdiagnose und dessen Auswirkungen gedacht? Von vor 4 Monaten noch geredeten einigen Punkte auf Leber und Lunge wurde von Monat zu Monat ein Leberkrebs und eine sehr befallene Lunge. Nicht nur das der Mensch körperlich durch die Therapien stark geschwächt wird, nein, die Psyche des Menschen wird von mal zu mal niedergedrückter, sodass der Lebenswille ebenfallls stark geschwächt wird. Der Patientin wurde in der Klinik nicht mitgeteilt, wie sich sich in Zukunft zu ernähren hat oder das Mistel und Enzym zumindest positiv unterstützend wirken. Nein, die Frau wurde im Abstand von 6 Wochen zur sogenannten Tumorsprechstunde vorgeladen. Hier wurde meist nach stundenlangem Warten höchstens der Hals untersucht. Dann durfte die Frau wieder nach hause gehen.
Seit Anfang April hat der Hausarzt die weitere Untersuchung auf Wunsch der Patientin übernommen. Der gibt der Patientin nur noch wenige Wochen zu leben.
Wenn das die aktuelle Behandlungspraxis an deutschen Krankenhäusern ist, bleibt den Leuten nur immer nett zu ihrer Familie zu sein, denn wenn man dieses Szenario alleine durchstehen soll, ist man wohl zu 98% geliefert. Übrigens die Info über die Misteltherapie gab uns eine Nachbarin und die Sache mit den Enzymen verriet uns eine Schwägerin der Patientin. Nicht etwa ein Mediziner.