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Autor
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Thema: Einheitskasse.....
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PEPE1901 unregistriert
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erstellt am: 08. April 2001 12:45
Durch die Festschreibung von Krankenkassenbeiträgen und definierte Vorgabe des Leistungsspektrums stellt sich nicht nur mir, als Geschäftsführer einer Klinik, die Frage: Wozu brauchen wir in unserem Lande noch 550 verschiedene Krankenkassen, die schon in jeder kleineren Stadt, Ihre eigenen Zweigstellen hat. Kompentenzen werden zunehmend bei den Landesverbänden zentralisiert. Zunehmend wird bei den Leistungserbringern, die den Patienten versorgen sollen, die Daumenschrauben angesetzt. Trotz jährlicher Lohn- und Kostensteigeerungen werden Pflegesätze reduziert oder festgeschrieben. Durch die fehlenden Mittel, muss letztlich auch die Leistung eingeschränkt werden, notwenige Investitionen können nicht realisiert werden....Etccccc. Nur die Krankenkassen bauen die neuesten , komfortabelsten Dienststellen und das jede Kasse ...Sollte hier nicht ein Ansatzpunkt gefunden werden !!! Die neue Gesundheitsministerin, Lehrerin ! scheint auch keinen blassen Dunst von der Materie zu besitzen. Schade !Ebenso möchte die Notwendigkeit von Kassenärztlichen Vereinigungen in Frage stellen. Diese stellen für mich nur grosse, kostenspielige Wasserköpfe dar, deren Funktionäre mit Jahresgehältern von rund DM 500.000.- ausgestattet sind und meistens noch nebenher eine Praxis betreiben. Zugleich würde der Patient mal sehen, was das Gesundheitswesen kostet, wenn man Ihm die Rechnung der Behandlung vorlegen würde und damit vielleicht etwas mehr Kostenbewusstsein schaffen könnte. Das soll kein Neid darstellen, nur sollten auf Grund der finanziellen Engpässe nicht nur an den Symptomen gedoktert werden, damit das Geld für den Patienten ausgegeben werden kann. Ich hätte als Praktiker noch einige Vorschläge zu machen. Einheitsrentenversicherung (LVA´s + BfA) Änderung der staatlichen Krankenhausplanung, ( jedem Landrat sein Krankenhaus ?) . . . Wer Lust hat mir zu schreiben , vielleicht auch einer der politischen Entscheidungsträger , hier meine e-Mail-Adresse: PEPE1901@aol.com
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x unregistriert
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erstellt am: 08. April 2001 14:28
Wer glaubt, daß eine Einheitskasse effizient wäre, der glaubt das gleiche wahrscheinlich auch vom Finanzamt. |
Stiens Mitglied
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erstellt am: 08. April 2001 20:25
Immerhin ghören die Krankenhäuser zu den previligierten "Teilnehmern" am Gesundheitssystem, denen ihre erbrachten leistungen mit DM-Beträgen vergütet werden und nicht mit diesen Schh.... Punkten!!! |
lucky unregistriert
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erstellt am: 08. April 2001 20:36
Lieber Herr Stiens,auch für die Krankenhäuser sind die fetten Jahre vorbei (wenn es denn solche jemals gegeben hat...) Es kommen nun DRG`s. Und es könnt durchaus sein, daß auch hierfür feste Budgets z. B. auf Landesebene gebildet werden. Dann würden auch die Krankenhäuser DRG-Punkte erwirtschaften, die über das Budget abgegolten werden. Und die Häuser ständen dann ziemlich genau vor der Situation, in der sich jetzt die niedergelassenen Ärzte finden. Solange der Anreiz auf Leistungsausweitung da ist, muß budgetiert werden. In jedem Sektor. Und die Punkte sind da schon ein ganz gutes System. Ich kenne jedenfalls, bei diesen Vorgaben, kein besseres. |
Dr. Matthias Solga Mitglied
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erstellt am: 08. April 2001 21:52
lucky: jede Form von Sozialismus, jede Form der gleichmacherei, führt zur Leistungsverweigerung. Weniger Anreiz (in unserer Gesellschaft ist der Anreiz nun mal das Geld) für dieselbe oder bessere Qualität geht bestenfalls eine Zeit lang, dann wird Qualität abgebaut. Wer das will, soll das haben, solls aber auch sagen, daß er keine weltbeste Lebenserwartung mehr haben will.(das Kosntrukt der sog. "Weisen" im letzten Gutachten, nämlich die Anstiegssteigerung der Lebenserwartungen, ist derart konstruiert und geschraubt, daß eine feste Absicht dahinter vermutet werden muß: das Gesundheitswesen schlecht zu reden, um weniger Geld ausgeben zu müssen. Üblich und allgemein anerkannt als Maßstab für die Leistungsfähigkeit eines Gesundheitswesens ist die Lebenserwartung. Nichts Anderes. Alles Andere beschreibt Teilbereiche, z.B. lediglich die Dynamik wie z.B. das Konstrukt der "Weisen": so kann ein sehr mieses Gesundheitswesen, weil es stark von sehr mies auf bißchen mies beschleunigt, in diesem Parameter Spitze sein, obwohl das Gesundheitswesen insgesamt elend darniederliegt. Nachtigallen trapsen???) |
Peter Rapp Mitglied
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erstellt am: 08. April 2001 23:16
Hallo lucky,"Solange der Anreiz auf Leistungsausweitung da ist, muß budgetiert werden." Na schön, also grundsätzlich und immer. Wir reden von der GKV. Ist Leistungeinschränkung eigentlich auch denkbar, gibt es Leistungen unterschiedlicher Priorität ? Da ist noch eine Frage offen bezüglich Leistungskatalog. "Bei diesen Vorgaben" - Beitragsstabilität oder was ? Wären eigentlich nicht auch andere Vorgaben denkbar ? PR |
felix Mitglied
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erstellt am: 09. April 2001 09:09
Mit der Festschreibung des Kassenbeiträge auf mindestens 12,5 % (nach oben unbegrenzt) ist tatsächlich bereits der wesentliche Schritt zur Einheitskasse getan. Die Kassen, deren Beitragssätze jetzt noch darunter liegen, haben z.B. Verwaltungskosten, die nur halb so hoch sind wie die der teuren Ersatz- und Ortskassen. Was sollte die bisher günstigen Kassen jetzt noch davon abhalten, sich zunächst mal einige Nobelkarossen als Dienstwagen anzuschaffen und noch einige Sekretärinnen und Assistenten zusätzlich zu beschäftigen, Gehälter auf Ersatz- und Ortskassenniveau anzuheben? Von Gesundheitsorientiertem Leistungsmanagement ganz zu schweigen. Man kann den bisher günstigen Kassen eigentlich nur raten, ab sofort das Geld mit vollen Händen rauszuwerfen. Verwaltungskosten erhöhen, Leistungsausgaben erhöhen. Warum sol der MDK noch beraten, wenn der Rat der MDK nur noch darüber entscheidet, ob das Geld an den Versicherten oder eine Orts- oder Ersatzkrankenkasse geht. Zahle ich gleich dem Versicherten, wird der MDK überflüssig. Man verkürzt Bearbeitungszeiten, läßt das Geld den Versicherten zugute kommen in dem Versuch, es den "Nehmerkassen" vorzuenthalten. Aber Vorsicht: wie gesagt, gibt es keine Obergrenze für Beitragssätze. Da wird eine Kostenlawine in Gang gesetzt. Und am Ende werden wir Versicherten horrende Beiträge zahlen müssen und doch keine besseren Leistungen erhalten. Mit Frau Schmidt hat dann zumindest im Gesundheitswesen der Sozialismus doch noch gesiegt. |
MBG Mitglied
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erstellt am: 09. April 2001 18:08
Felix: "Die Kassen, deren Beitragssätze jetzt noch darunter liegen, haben z.B. Verwaltungskosten, die nur halb so hoch sind wie die der teuren Ersatz- und Ortskassen."Sie sollten sich mal genauer mit dem RSA beschäftigen. Die Schlacht wird leider nicht mit Verwaltungskosten geschlagen, sondern mit Risikostrukturen. Als "Krankenkassenbetriebswirt" sollten Sie das wissen. Die günstigen Risikostrukturen der BKK´n erlauben die günstigen Beitragssätze. MfG MBG |
Dr. Matthias Solga Mitglied
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erstellt am: 10. April 2001 00:34
MBG: ... und die Tatsache, daß durch lächerlich niedrige Kopfpauschalen das System durch die Ausbeutung der ambulanten Ärzte problemlos rückzuversichern ist. |