erstellt am: 21. Februar 2001 02:00
UND HIER DAS GEGENSTÜCK:Die SCHROTT-IMPF-INFO:
Impfungen und Impffolgen
Dr.med.Th.Quak
Über Komplikationen von Impfungen ist viel berichtet worden und wird viel berichtet. Bekannt und beschrieben sind in der
neueren medizinischen Literatur unter anderem folgende (seltene) Nebenwirkungen der MMR und Polio Impfungen [1-10, 13,
14, 15, 16, 18, 20, 26, 33, 64]:
Lokale Erytheme
Fieber
Reizbarkeit
Abgeschlagenheit
Generalisierte Ausschläge (akute Urticaria)
Konjunktivitis
Arthropathien
Peripherer Tremor
Husten und/oder Schnupfen
Postvaccinale Meningitis (Aseptische Meningitis)
Guillain-Barré Syndrom
Brachial Neuritis
Anaphylaxie
Multiple Sklerose
Chronische Arthritis
Gefürchtet sind die bleibenden Schäden, dabei insbesondere die Folgen einer postvaccinalen Meningitis und Erkrankungen, die
unmittelbar lebensbedrohlich sind, wie die Anaphylaxie. Die kurzfristigen kleineren Nebenerscheinungen werden als übliche
Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem attenuierten (abgeschwächten) Erreger verstanden und somit als harmlos
angesehen. Da die "Nebenwirkungen" der natürlichen Erkrankungen nach bisherigen Statistiken wesentlich häufiger sind als die
der Impfungen, schlußfolgert man: Impfungen verhüten mehr Schäden als sie anrichten und sind daher sowohl für das
Individuum als auch für die Gesellschaft von erheblichem Nutzen.
Impfschäden
Vom Gesetzgeber werden als Impfschäden in der Regel Folgen von Erkrankungen angesehen, die innerhalb eines definierten
Zeitraumes nach der Impfung (einige Tage bis Wochen) in Erscheinung treten und so eine Kausalität plausibel machen. Sich
langsam entwickelnde oder erst spät auftretende Schäden sind nur sehr schwer in einen kausalen Zusammenhang mit der
Impfung zu bringen, da zwischenzeitlich viele weitere Faktoren auf den Menschen einwirken, die statistisch nicht oder kaum
faßbar bzw. voneinander zu trennen sind. Deswegen werden solche Schäden meist nicht als Impfschäden anerkannt: Bis zum
Jahre 1991 bezogen in der Bundesrepublik Deutschland "nur" 1870 Impfgeschädigte Versorgungsleistungen nach dem
BSeuchG [21]. Nach Buchwald [31] wurden bis 1992 in Deutschland 3407 Impfschadensfälle juristisch anerkannt. Dies
entspräche einer Prävalenz von 4,3 auf 100.000, bei einer Inzidenz von 0,21 auf 100.000. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung
in Deutschland ergibt das ca. 170 anerkannte Impfschadensfälle pro Jahr. Die Zahl der gestellten Anträge ist natürlich um ein
Vielfaches höher.
Wollte man Daten zu langfristigen Impfschäden erhalten, müßten sehr kosten- und arbeitsintensive Langzeitbeobachtungen
durchgeführt werden. Sinnvoll sind diese aber nur, wenn es gelingt, vergleichbare Gruppen von geimpften und nicht geimpften
Personen über längere Zeiträume zu beobachten. Hier ergeben sich vielerlei ethische und forensische Probleme. Außerdem ist
es wegen der hohen Durchimpfungsrate schwierig, genügend hohe Fallzahlen von nicht geimpften Personen anzusammeln und
diese einer statistischen Auswertung zuzuführen. Vergleichende Langzeitstudien über geimpfte und nichtgeimpfte Populationen
gibt es nicht.
Eine wichtige Frage bei der Beurteilung der Impfschadenshäufigkeit ist, wieviel Aufmerksamkeit den auftretenden Impfschäden
gewidmet wird und wie häufig Schäden überhaupt in einen Zusammenhang mit Impfungen gebracht werden. Im Editorial des J
Med Microbiol [11] heißt es: "Die Rate der postvaccinalen Meningitis variiert von Studie zu Studie und ist möglicherweise
abhängig von der Intensität, mit der versucht wird, solche Fälle zu finden." Dieses Editorial bezieht sich auf eine Studie über die
Masern-Mumps-Röteln Impfung (MMR) im United Kingdom. Dort wird gezeigt, daß das Risiko einer aseptischen Meningitis
nicht wie bisher angenommen bei 0,4 bis 10 zu 1-Million liegt, sondern bei 1 zu 11-Tausend [16], was bei Massenimpfungen zu
einer erschreckend hohen Zahl von Komplikationen führt [32], da hier alle ohne Ausnahme mit dem (Impf-) Erreger in Kontakt
kommen, und nicht nur ein Teil der Menschen, wie bei der natürlichen Erkrankung.
Von der Einführung der MMR-Impfung 1988 im UK mit dem sogenannten Urabe-Mumps-Stamm (in Deutschland unter den
Namen Pluserix und Rimparix verkauft und 1992 vom Markt genommen), bis zur Erkenntnis des hohen Risikos vergingen
mehrere Jahre, ehe der Stamm 1992 durch einen anderen (Jeryl Lynn) ersetzt wurde. Von diesem Stamm nimmt man nun an,
daß er nicht, oder nicht so häufig, zum Bild einer aseptischen Meningitis führt, obwohl auch durch diesem Impfstoff ausgelöste
Meningitiden bereits bekannt sind [26].
Impfstoffe
Daß es überhaupt verschiedene Stämme einzelner Impfvaccinen gibt, hat etwas mit dem Herstellungsmodus zu tun. Alle
heutigen Mumps-Impfstoffe enthalten lebende, attenuierte Viren (ebenso Masern, Polio, Röteln, Influenza, Gelbfieber,
Varizellen).
Die "Umwandlung" (Attenuierung) eines virulenten Wildtypen in einen Impfstoff ist bis heute ein empirischer Vorgang. Der Virus
wird mehreren Passagen in verschiedenen Zellinien bei nicht optimalen Wachstumsbedingungen unterzogen, wobei er auf eine
im Einzelnen unbekannte Weise seine spezifischen Eigenschaften abwandelt, jedoch ein "lebender" Erreger bleibt. Danach
werden einige Sicherheitsuntersuchungen durchgeführt und die Reaktivität und Effizienz an Tieren und freiwilligen
Versuchspersonen getestet.
Dieses Vorgehen ist seit den frühen Versuchen mit Impfpräparaten zu Pasteurs Zeiten in den Grundzügen gleichgeblieben.
Pasteur hatte zum Beispiel einen Tollwutimpfstoff entwickelt [52], indem er den Erreger in Kaninchen züchtete und diesen dann
durch unterschiedlich langes Aussetzen an die frische Luft "attenuierte". Mit dieser noch etwas unvollkommenen Methode
wurde Pasteur berühmt-berüchtigt, denn es kamen bei den Impfungen eine Vielzahl von Menschen ums Leben, die gerade
durch die Impfung an Tollwut erkrankten [57].
Bei der in unseren Breiten abgeschafften Pockenimpfung ist bis heute noch nicht einmal bekannt, woher der im Impfstoff
enthaltende Erreger eigentlich stammt. Die ursprüngliche Vaccine aus der Kuhpocke wurde zunächst von Kind zu Kind
übertragen, da man kein Verfahren kannte, wie man den Impfstoff konservieren sollte. Erst nach mehreren Jahrzehnten gelang
die Rückübertragung auf Kälber Die Attenuierung fand bis dahin unkontrolliert in Tausenden von menschlichen Körpern statt
und war sehr gefährlich, da nicht nur das Vaccinia-Virus übertragen wurde, sondern auch alle weiteren infektiösen
Erkrankungen der Menschen. "Dieser Impfstoff ist molekularbiologisch deutlich sowohl vom Variolavirus als auch vom
Kuhpockenvirus unterscheidbar" [58],
In unserer Zeit gibt es je nach Verfahren verschiedene Impfstoffe, die von verschiedenen Herstellern produziert werden, mit
unterschiedlichen Wirkungsprofilen. Die molekulare Basis des Wirkstoffes ist aber auch heute in den allermeisten Fällen
unbekannt. Der natürliche Erreger ist durch serologische Methoden nicht von den attenuierten Erregern zu unterscheiden. Auch
der Urabe Mumps Virus und der Jeryl Lynn Mumps Virus zeigen serologisch keine Unterschiede. Erst durch moderne
Methoden der Gensequenzierung ist es neuerdings gelungen, einige Unterschiede zwischen Impfstämmen zu eruieren, wobei
bisher bruchstückhaft einige Gensequenzen untersucht wurden. Es ist aber bis heute unbekannt, aufgrund welcher Mechanismen
der eine Stamm reaktiver ist als der andere. Auch unbekannt ist, auf welche Weise es während der Attenuation zu den
Unterschieden kommt. Letztlich ist die Einbringung eines solchen attenuierten Lebendimpstoffes ein Vorgang mit vielen
Unbekannten und Unwägbarkeiten, die aber ob des augenscheinlichen Erfolges bei der Bekämpfung der sogenannten
Volksseuchen aufgrund von Nutzen/Schaden-Relationen in Kauf genommen werden.
Reaktion des Immunsytems
Wichtig zu wissen ist, daß auch die Reaktion des Immunsystems auf den eingebrachten Impfstoff nur zum Teil bekannt ist:
"Häufiger hat man gesehen, daß Antikörperspiegel nicht parallel zum Schutz vor Erkrankung laufen.... Die Untersuchung des
zweiten Schenkels der Immunität, der zellvermittelten Immunreaktion war technisch wesentlich schwieriger und hat sich als sehr
komplex entpuppt ... Wenngleich mittlerweile eine Fülle von experimentellen Daten und Erkenntnissen zu den verschiedenen
Mechanismen zellvermittelter Immunantwort einschließlich deren Interaktion untereinander und mit dem humoralen
Immunsystem vorliegen, ist unser Wissen über die konkrete Bedeutung der zellvermittelten Immunantwort bei der Infektabwehr
einzelner Pathogene des Menschen äußerst fragmentarisch." [58, S.270].
Diese Aussagen sind von großer Bedeutung:
1. Die potentiell krankmachenden Eigenschaften eines Impfstoffes sind nicht bekannt (Der Aufbau des Gesamtgenoms ist nicht
bekannt).
2. Die Reaktion des Immunsystems auf die eingebrachten Stoffe ist nicht im einzelnen bekannt.
3. Die Wechselwirkungen des veränderten Immunsystems mit weiteren Größen sind nicht bekannt.
Welche langfristigen Folgen daraus möglicherweise entstehen, kann bisher nicht beurteilt werden, da in den Studien
überwiegend nur auf mehr oder weniger unmittelbare Impffolgen geachtet wird. Es gibt aber Hinweise auf längerfristige
Nachwirkungen:
Langzeitfolgen
So ist zum Beispiel seit den ersten Studien über die Rötelnimmunisierung die Entstehung von Arthralgien bekannt [1-10].
Ausgehend von diesen Studien stellt das Institut of Medicine fest: "Das Komitee fand heraus, daß ein kausaler Zusammenhang
zwischen dem RA 27/3 Röteln-Impf-Stamm und chronischer Arthritis bei erwachsenen Frauen hergestellt werden kann." "1973
berichtet Thompson et al. von 11 Kindern mit rekurrenter Arthritis die mindestens 36 Monate nach der Impfung mit HPV 77
andauerte; andere Fälle von persistierender Arthritis wurden seitdem gemeldet, einige davon mit dem RA 27/3 Stamm" [12].
Arthralgien und Arthritiden treten häufig in Zusammenhang mit Erkrankungen auf, für die Autoimmunreaktionen verantwortlich
gemacht werden; zum Beispiel dem Lupus erythematodes, der Sklerodermie, dem Sharp-Syndrom, der Polymyositis [23] oder
der rheumatoiden Arthritis. Es wäre mit Sicherheit sinnvoll Studien zu beginnen, um einen Zusammenhang zwischen Aktivierung
des Immunsystems durch Impfungen und Autoimmunerkrankungen zu belegen oder auszuschließen, denn die Zahl der
Autoimmunerkrankungen ist groß und vermehrt sich mit zunehmender Kenntnis der Pathophysiologie ständig:
Thyreoiditis Hashimoto. Primäres Myxödem. Perniziöse Anämie. Autoimmune, atrophische Gastritis. Morbus Addison.
Vorzeitige Menopause. Goodpasture Syndrom. Myasthenia gravis. Männliche Unfruchtbarkeit. Pemphigus vulgaris.
Pemphigoid. Sympathische Ophtalmie. Multiple Sklerose. Autoimmunhämolytische Anämie. Primär biliäre Zirrhose. Colitis
ulcerosa. Sjögren Syndrom etc.
Man weiß, daß Impfungen bei bestehenden Autoimmunerkrankungen zu einer Verschlechterung führen können [23]. Die
Symptome die der Körper aufgrund seiner spezifischen Überempfindlichkeit in solchen Fällen zeigt, geben Hinweise auf
Regulationsstörungen, die beim "noch" Gesunden nicht auffallen oder übersehen werden, aber vermutlich trotzdem vorhanden
sind (Coulter [63] nennt solche Fälle "Knickeier"). "Generell sollte man mit aktiven Impfungen mit Lebendimpfstoffen bei
Patienten mit Autoimmunopathien oder chronisch entzündlichen Krankheitsbildern eher zurückhaltend sein und derartige
Impfungen nur in besonderen Situationen und bei besonderen Indikationen durchführen" [23]. Und weiter:
"Es ist nicht abwegig anzunehmen, daß Schutzimpfungen als merkliche Eingriffe in die Regulation des immunologischen
Netzwerkes den Verlauf von Vaskulitiden beeinflussen können" [23].
Sogar direkte Auslösungen sind bekannt: "Zehn von 1000.000 geimpften Amerikanern entwickelten eine autoimmune
postvaccinale Enzephalitis oder periphere Neuritis (Guillain-Barré- Syndrom) eine oder zwei Wochen nach Impfung mit einer
inaktivierten Influenzavaccine" [64].
Trotzdem, ein Beweis, daß Impfungen kausal an der Entstehung von Autoimmunerkrankungen beteiligt sind, läßt sich bis heute
nur sehr schwer führen, da sich solche Erkrankungen meist mit erheblichen Latenzzeiten entwickeln und Studien, besonders
wenn sie prospektiv sein sollen, sehr aufwendig sind und deswegen bisher nicht durchgeführt wurden.
Pathomechanismus
Es wäre an der Zeit diese wichtigen Studien anzugehen, denn ein Pathomechanismus, der an der Entstehung solcher
Autoimmunerkrankungen beteiligt sein könnte, ist schon seit langem bekannt: die Kreuzreaktivität zwischen Erregern (oder
Impfstoffen) und körpereigenen Stoffen und Geweben, auch molekulare Mimikri genannt [59]. Eine solche Verwandtschaft
zwischen Körpergewebe und Fremdantigen ist auf drei Ebenen vorstellbar [58]:
"1. Zwischen zwei Zell oder Gewebsarten bzw. Mikroorganismen (z.B. Bakterien oder Viren), wenn diese die gleiche oder
eine ähnliche Art von Molekülen zu ihrem Aufbau verwenden.
2. Zwischen zwei Antigen-Molekühlen, wenn diese auf ihrer Oberfläche neben verschiedenartigen auch gleiche Determinaten
haben.
3. Zwischen zwei Determinanten, wenn diese zwar geringfügig voneinander abweichen, aber doch so ähnlich sind, daß beide
mit dem gleichen Antikörper reagieren können. Dabei wird die dem Antikörper homologe Determinante eine starke Reaktion
ergeben, während die abweichend konfigurierte Determinante eine schwache Reaktion ergeben wird."
All diese Möglichkeiten treffen auf Impfstoffe oder Impfstoffbestandteile zu. Führt man dem Körper also Antigene (z.B. in
Form von Impfungen) zu, die ähnliche Struktureigenschaften aufweisen wie Körpergewebe, und sei dies auch nur in
Teilbereichen, so ist eine Antikörperbildung im Sinne einer Autoimmunreaktion vorstellbar. Ein in der Medizin bekanntes
Beispiel für diesen Vorgang ist die Kreuzreaktivität zwischen Zellwandpolysacchariden von Beta-hämolysierenden
Streptokokken und menschlichen Herzklappen beim rheumatischen Fieber, wo es infolge einer Antikörperbildung zu einer
Schädigung kommen kann.
Der Einwand, daß auch die natürlichen Infektionen Autoimmunreaktionen auslösen können, dies also nicht nur bei Impfungen
vorkommt, ist berechtigt. Allerdings muß man beachten, daß sich die Impfinfektion auf drei wesentlichen Ebenen von
natürlichen Infektionen unterscheidet und deswegen eine andere Antigenität besitzt als diese:
1. Der Infektionsweg ist ein anderer als der, der natürlichen Infektion (direkte Konfrontation mit dem Antigen durch die
intramuskuläre Injektion).
2. Der Infektionszeitpunkt wird durch den Impfzeitpunkt festgelegt (z.B. alle Kinder im 3. Monat), nicht durch die
Empfänglichkeit des Körpers oder den "zufälligen" Kontakt mit dem Erreger (Reife des Immunnsystems?).
3. Der Impfstoff ist ein Kunstprodukt mit Zusatzstoffen, die die Wirkung des Erregers abändern (Veränderte Antigenität).
Impfung und natürliche Erkrankung lassen sich darum schlecht miteinander vergleichen, wenn man sie in ihrem Risikopotential
abschätzen will. Beide bergen eigene Risiken.
Ein weiterer Punkt sollte nicht vergessen werden: Es kann auch zu Toleranzentwicklungen gegen bestimmte Antigene kommen,
also zum genauen Gegenteil des bisher Beschriebenen [27]: Dies wird z.B. bei der Hyposensiblisierung beim Heuschnupfen und
allergischen Asthma therapeutisch einsetzt, indem den Kranken Allergene (Pollen, Hausstaubmilben etc.) in geringen Dosen
injiziert werden, um sie daran zu gewöhnen.
Auf einem ähnlichen Weg kann sich eine Toleranz gegen Stoffe entwickeln, die der Körper üblicherweise eliminieren würde,
weil sie ihm sonst Schaden zufügen. Die Entstehung einer Art von Immunabwehrschwäche gegen bestimmte Pathogene, z.B.
Krebszellen, ist vorstellbar:
"Eine Entgleisung des Immunsystems ist möglicherweise auch verantwortlich für die Entstehung verschiedener Tumoren" [60].
"Aufgrund von Tierexperimenten weiß man, daß im Fetus mit einem unreifen Immunsystem Antigenexposition zur Toleranz
führt" [61]. Da aber der genaue Zeitpunkt der endgültigen Ausreifung des Immunsystems nicht bekannt ist und "weitere
Faktoren wie Alter, genetischer Background und Ernährungszustand" [27] für eine Toleranzinduktion relevant sind, und ferner
die exakten Mechanismen der Entwicklung einer Antigentoleranz noch nicht ausreichend aufgeklärt sind, besteht nach heutigem
Wissen grundsätzlich die Möglichkeit, daß mit Tumorantigen kreuzreaktive Impfstoffe oder Impfstoffbestandteile zu einer
Toleranz gegenüber Oberflächenantigenen von Tumorzellen führen, die somit vom Immunsystem nicht effizient erkannt und
beseitigt werden können.
Gerade wenn man an die schon im dritten Lebensmonat durchgeführte DTP-Impfung denkt, sind solche Reaktionen vorstellbar.
Das hochsensible Wechselspiel zwischen Abwehr und Toleranz in unserem Immunsystem ist im einzelnen noch nicht
verstanden. Welche Folgen Eingriffe hier haben, läßt sich nicht abschätzen. Hier wäre dringend eine Klärung offener Fragen
notwendig, da es noch zahlreiche weitere Mechanismen bei der Entstehung von Autoimmunerkrankungen gibt (z.B. Bildung von
Immunkomplexen bei Infektion nach Impfung [64] etc.).
Reinheit der Impfstoffe
Ebenfalls eine wichtige Frage ist die Reinheit der Impfstoffe. Wie oben beschrieben, werden einige Impfstoffe durch
Attenuierung in lebenden Organismen oder Zellkulturen (z.B. Affennierenzellkulturen) erzeugt (MMR, Polio). Auch wenn dabei
auf höchstmögliche Reinheit geachtet wird, ist es schon allein aus technischen Gründen nicht möglich, alle Risiken
auszuschließen.
Ein solches Risiko ist z.B. die Durchseuchung der Probe mit verschiedenen Viren (Slow Virus, BSE, Retroviren Onkoviren,
etc.) oder Mycoplasmen, die allesamt aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften schwer oder gar nicht nachweisbar sind.
"Viruskontaminierte Zellkulturen sind ein wesentliches Problem in der Bioindustrie" [28]. Zudem haben die durch sie
verursachten Erkrankungen eine lange Latenz, so daß man sie kaum noch mit den Impfungen in einen kausalen Zusammenhang
bringen kann.
Lebendvaccinen haben ein höheres Risiko mit unerwünschten Mikroorganismen verseucht zu sein, als Totimpfstoffe. Onkogene
Viren befinden sich beispielsweise in Mammaliazellinien, die zur Imfstoffherstellung verwendet werden [64].
Lebendimpfstoffe die durch konventionelle Prozeduren attenuiert werden, sind in der Regel Träger unbekannter genetischer
Veränderungen. Besonders wenn diese Änderungen sehr geringfügig sind, wie z.B. Punktmutationen, besteht die Gefahr der
Zurückverwandlung in einen virulenten Erreger. Der Unterschied zwischem dem Sabin-Stamm und einem virulenten
Poliomyelitisstamm ist beispielsweise nur die Ergänzung eines einzigen Nucleotids. Die Umwandlung in neurovirulente Stämme
trat z.B. bei Tollwutimpfstoffen und Sabin-Polio-Stämmen (Schluckimpfung) Typ2 und 3 auf [64]. Ein weiterer Nachteil der
Lebendvaccinen ist, daß sie möglicherweise durch nahe verwandte Wildtypen oder Impfstämme komplementiert oder
rekombiniert werden. Die Wahrscheinlichkeit und Konsequenzen solcher Vorgänge sind völlig unbekannt.
Der unter [64] aufgelistete Artikel gibt zur Frage der Impfstoffrisiken wichtige Anregungen.
Da Impfstoffe millionenfach auf ganze Populationen angewandt werden, können übersehene virale Durchseuchung,
Rückmutation oder Neumutation des attenuierten Impfstoffes oder ungenügende Erregerabschwächung für viele Menschen
dramatische Konsequenzen haben [30]. Große Impfunfälle treten immer wieder auf. Ein paar Beispiele aus der
Medizingeschichte: 1944 gab es in Brazzaville aufgrund einer Gelbfieberimpfung 102 Erkrankungen an Ezephalitis und 17 Tote.
1942 wurde eine mit Hepatitisviren durchseuchte Gelbfieberimpfung in den US durchgeführt. Die Folge: 28585 Hepatitisfälle
und 62 Tote. Im Jahre 1955 der sogenannte Cutter-Vorfall in den US; dabei gab es 250 Polioerkrankungen und 10 Tote
wegen lebender Erreger im Totimpfstoff. In Berlin traten 1960 innerhalb von vier Wochen 25 Fälle von paralytischer
Poliomyelitis auf, nachdem ein Impfstoff angewandt wurde, der noch eine Restfähigkeit zur Erzeugung eine Poliomyelitis besaß)
[56]. Und 1988-92 die oben beschriebene Enzephalitishäufung bei der MMR-Impfung.
Unerwünschte Impfreaktionen sind aber oft auch die Folge "von toxischen Impfstoffbestandteilen, von nicht antigenen
Verschmutzungen in den Impfstoffzubereitungen (wie z.B. Stoffe, die in Gewebezellkulturen verwendet werden, um die
Impfviren zu vermehren, oder unvollständig gereinigte Bakterienantigene), oder von in Vivo Replikationen der viralen oder
bakteriellen Organismen. Hypersensitivitätsreaktionen sind möglicherweise die Folge von Impfstoffadditiva, wie z.B. Neomycin
beim MMR-Impfstoff oder Quecksilber bei der durch Thimerosal haltbar gemachten DTP-Vaccine"[25].
Da es auf diesem großen Gebiet mehr Unbekannte als Bekannte gibt, ist es durchaus berechtigt davon zu sprechen, daß das
Einbringen von in lebenden Organismen gezüchteten Stoffen in den menschlichen Körper (dazu zählen auch die gentechnischen
Produkte, die in lebenden Organismen gezüchtet werden), mit all den vorstellbaren Wechselwirkungen, Gentransferen, etc.,
einem Lotteriespiel gleicht, da niemals im Detail bekannt ist, was genau eigentlich zuführt wird, bzw. welche Folgen daraus
entstehen können.
Allergieentstehung
In der kinderärztlichen Praxis wird heute großer Wert auf die Vermeidung eines frühen Allergenkontaktes der Kleinkinder
gelegt, um spätere hyperallergene Reaktionen (Neurodermitis, Heuschnupfen, allergisches Asthma, neuerdings auch das
hyperkinetische Syndrom etc.) möglichst zu vermeiden. Eine Studie mit mehr als 2000 Kindern, in der gezeigt wurde, daß bei
Kuhmilchfütterung in den ersten 9 Monaten 7x häufiger Ekzeme auftreten [62], bestärkte diese Ansicht. Deswegen bietet die
Industrie eine Unzahl hypoallergener Ernährungsprodukte auf dem Markt an, die auch von sehr vielen Eltern verwendet
werden, obwohl ein direkter kausaler Zusammenhang zwischen dem Milcheiweiß und der Ekzemhäufung in dieser Studie nicht
hergestellt werden konnte.
Andererseits werden den Kindern aber schon sehr früh massiv Fremdeiweiße (Allergene) in Form von Impfungen zugeführt:
Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Poliomyelitis, Haemophilus influenzae, Masern, Mumps, Röteln und die dazugehörigen
Auffrischimpfungen. Zusätzlich kommt noch hinzu, daß die Impfstoffe direkt mit dem Blut in Berührung kommen (Ausnahme
Polio), also nicht einer Antigenmodifizierung etwa durch den Magendarmtrakt unterliegen.
Einerseits den Allergenkontakt vermeiden zu wollen und ihn andererseits durch die Impfungen massiv zu gewährleisten, ist in
sich nicht schlüssig. Zumindest sollten Untersuchungen angestrengt werden, die Zusammenhänge zwischen Impfungen und
nachfolgenden Atopien aufklären helfen.
Bedeutung der Kinderkrankheiten
Welche Bedeutung den sogenannten Kinderkrankheiten bei der Entwicklung der Kinder zugeschrieben werden kann, wird
verschieden diskutiert. Berichte von Entwicklungsschüben nach durchgemachten Kinderkrankheiten sind häufig zu hören, aber
meist sehr subjektiv. Interessant sind allerdings einige Beobachtungen, die zeigen, daß Kinderkrankheiten auf keinen Fall nur
Risiken bergen, sondern auch sehr nützlich sein können:
In den Annals of Tropical Paediatrics [53] wird folgender Fall berichtet: "1984 stellte sich ein 5 jähriges Mädchen mit einer
schlimmen Psoriasis vor. Sie hatte große Psoriasisflecken am Körperstamm und den Extremitäten, dabei eine ausgeprägte
Beteiligung der behaarten Kopfhaut. Innerhalb des nächsten Jahres wurde sie von Pädiatern und Dermatologen mit
Kohlenteerpräperaten, lokalen Steroiden, UV Licht und Dithranolumschlägen behandelt. Trotz aller Bemühungen und zweier
Krankenhausaufenthalte erwies sich ihre Psoriasis als sehr hartnäckig und blieb im Wesentlichen unverändert, bis sie an Masern
erkrankte. Als sie der Masernausschlag zu überziehen begann, verschwand die Psoriasis. Seitdem ist ihre Haut von der
Psoriasis frei geblieben."
Ein weiterer erstaunlichen Effekt wird im Am J Trop Med Hyg beschrieben: "Es zeigte sich eine signifikant niedrigere
Parasitenprävalenz und durchschnittliche Dichte von Malariaparasiten bei Kindern bis zum Alter von 9 Jahren, die Masern oder
Influenza hatten, als bei asymptomatischen Kontrollkindern." [54].
Von entscheidender Bedeutung könnte aber ein Artikel aus dem Lancet von 1985 [55] sein: Personen, die keine sichtbaren
Masern hatten, d.h. niemals einen Masernhautausschlag entwickelt haben, leiden häufiger an, wie die Autoren es nennen, "non
measles associated deseases". "Die Daten zeigen eine hochsignifikante Beziehung zwischen fehlendem Masernausschlag und
Autoimmunerkrankungen, seborrhoischen Hauterkrankungen, degenerativen Erkrankungen der Knochen und der Knorpel und
bestimmten Tumoren... Wir nehmen an, daß der Ausschlag durch eine zellvermittelte Immunreaktion verursacht wird, die die
Zellen zerstört, die vom Masernvirus befallen sind. Wenn diese Annahme korrekt ist, zeigt das Fehlen des Masernausschlages
möglicherweise an, daß intrazelluläre Virusbestandteile der Neutralisation während der akuten Infektion entgehen. Dies führt
dann später zu den genannten Erkrankungen... Das Vorhandensein von spezifischen Antikörpern zum Zeitpunkt der Infektion
greift in die normale Immunantwort gegen das Masernvirus ein, insbesondere in die Entwicklung der spezifischen
zellvermitteltelten Immunität (und/oder anderen zytotoxischen Reaktionen). Die intrazellulären Masernviren können dann die
akute Infektion überleben und Erkrankungen verursachen, die sich im Erwachsenenalter entwickeln."
Wenn die Infektion mit Masern zu einem Zeitpunkt erfolgt, zu dem bereits Antikörper gegen Masernviren vorhanden sind, d.h.
zur Zeit des Nestschutzes in den ersten Lebensmonaten, oder nach Gabe von Masernimmunserum wegen einer
Masernexposition, oder nach Antikörperbildung aufgrund von Impfung, ist das Immunsystem nicht in der Lage, vollständig auf
die erfolgte Infektion zu reagieren und das Virus hat die Möglichkeit zur Persistenz.
Infizieren sich maserngeimpfte Kinder mit dem Wildvirus besteht die Schwierigkeit, daß gar nicht erkannt wird, daß die
Infektion stattgefunden hat, da die Kinder nicht mehr in der typischen Weise erkranken. Wieviele latente Maserninfektionen so
übersehen werden, läßt sich kaum sagen und der Zusammenhang zwischen der latenten Masernerkrankung und einer
Erkrankung im Erwachsenenalter kann dann nicht mehr hergestellt werden. Sollten sich diese Angaben als richtig erweisen, muß
die Masernimpfung sehr kritisch überdacht werden.
Impfschutz
Ein letztes Wort zum Impfschutz: Mütter und Väter, die ihre Kinder impfen lassen, gehen davon aus, daß ihre Kinder an den
geimpften Krankheiten nicht erkranken. Dies trifft leider nicht in der Form zu, wie Eltern sich das im Allgemeinen vorstellen.
Einige Beispiele:
In einer zu 90% durchgeimpften Bevölkerungsgruppe im Gaza-Streifen kam es zu zwei Ausbrüchen von Poliomyelitis, 1974
und 1976. Bei diesen Epidemien hatten 34% bzw. 50% der erkrankten Kinder 3-4 Dosen des Impfstoffes erhalten. Die
Inzidenz der Erkrankungen betrug 18 auf 100.000 [35].
In Ungarn gab es ein Impfprogramm, das in den Zielgruppen eine 93 prozentige Durchimpfungsrate erreichte.
1981 gab es eine Masernepidemie. Im Gegensatz zu früheren Epidemien bestand die Mehrheit der Erkrankten aus geimpften
Personen, nämlich ca. 60%.
Bei einer weiteren Epidemie von September 1988 bis Dezember 1989 wurden 17938 Masernfälle berichtet (Atack Rate 169
auf 100.000), wobei die Mehrzahl der Masernfälle in der geimpften Population auftraten (Atack Rate für die 1971 bzw. 1972
geimpften Bevölkerungsgruppen 1332 bzw. 1632 auf 100.000). Der Impfstatus war von 12890 (76%) Masernfällen bekannt.
Von diesen waren 8006 (62%) geimpft. [29].
In einer vollständig durchgeimpften Population von ca. 4200 Studenten dreier Schulen in den USA kam es 1989 zu einer
Masernepidemie [38]. Weitere Fälle aus den USA sind bekannt [46, 47, 48, 49, 50, 51]
Trotz einer Durchimpfungsrate von 96% kam es 1991/92 in Fife (Schottland) zu Masernausbrüchen. Auch in anderen
Landesteilen kam es kurz danach zu mehreren Masernausbrüchen, trotz hoher MMR Durchimpfungsrate [45].
In Nashville, Tennessee (USA) kam es in der geimpften Bevölkerung zu einem großen Mumpsausbruch [43]. Es hat sich
gezeigt, daß die Impfung gegen Mumps in mehreren Fällen nur einen Schutz von ca. 75% hinterläßt [39, 40, 43]. Mumps wird
heutzutage allgemein als eine milde Erkrankung angesehen [41, 42].
Zusammenfassend läßt sich Folgendes sagen:
1. Impfungen modulieren das Immunsystem. Was dabei im einzelnen genau geschieht, entzieht sich bis heute der exakten
wissenschaftlichen Analyse. 2. Insbesondere die langfristigen Folgen sind unbekannt, da sie statistisch nur schwer nachweisbar
sind. 3. Sogenannte Minimalläsionen [63] und deren Folgeschäden werden nicht in Impfschadenstatistiken erfaßt. 4. Impfungen
schützen nicht eindeutig vor der Erkrankung.
Die entscheidende Frage, die man sich deswegen stellen muß, ist, ob der erwartete kurzfristige Nutzen der Impfungen, den
eventuellen langfristigen Schaden aufwiegt. Wir Menschen neigen dazu uns nur mit nahestehenden Problemen zu befassen.
Krankheiten und Leiden die uns unmittelbar bedrohen nehmen wir wesentlich ernster, als mögliche Beschwerden in der
Zukunft. Die Angst vor der Masernenzephalitis des eigenen Kindes ist größer, als die Angst vor dem Rheuma des 30 oder 40
jährigen Erwachsenen. Sollten jedoch tatsächlich Zusammenhänge zwischen Impfungen und Autoimmunerkrankungen, oder
Impfungen und Tumorinduktion bestehen, ist es sehr fraglich, ob die heutigen Kosten/Nutzen Rechnungen aussagekräftig sind.