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Autor
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Thema: Fluotabletten zur Kariesprophylaxe?
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dent.Hardt unregistriert
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erstellt am: 07. Februar 2001 19:13
In letzer Zeit habe ich beobachtet, daß von Kinderärzten immer weniger Fluortabletten verordnet werden. Gibt es neue Erkentnisse über deren Schädlichkeit? Oder muß nur das Budget geschont werden? Als Zahnarzt bin ich ein strikter Befürworter der Fluorprophylaxe. Mir sind keine ernsten Nebenwirkungen bekannt. Die segensreiche Wirkung sehe ich aber Tag für Tag in der Praxis. |
Behrmann,Kinderarzt unregistriert
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erstellt am: 07. Februar 2001 19:49
Lieber Herr Hardt; Das gefällt mir sehr gut und ich bin völlig einig mit Ihnen.Die Fluorprophylaxe ist in der bisherigen Form ein großer Segen(ich überschaue so 20 Jahre Kinderzahnzustände).Nun hat der Berufsverband der Zahnärzte leider ohne Absprachen mit den KÄ völlig neue ,m.E. sehr ungünstige und verwirrende Empfehlungen dazu herausgegeben. Seitens unseres Berufsverbandes wird da nicht mitgemacht. Ob das Budget eine Rolle spielt,weiß ich nicht..In Hessen sind die Tabletten gratis und vom Staat finanziert. |
Dr. Matthias Solga Mitglied
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erstellt am: 07. Februar 2001 20:37
Uns muß doch aber bitte klar sein, daß die Prophylaxe das Erste ist, was unter Budgetbedingungen durch den Rost fällt (solange dies budgetgedeckelt ist und nicht staatlich finanziert)! In der Urologie z.B. gibt es eine Harnsteinmetaphylaxe praktisch nicht mehr. Tees z.T. pharmakologisch sehr sinnvoll!) z.B. sind ohnehin nicht mehr verordnungsfähig. Im Budget gibts mehr nicht, obwohl dies wissenschaftlich notwenidg wäre. |
Peter Rapp Mitglied
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erstellt am: 07. Februar 2001 20:59
schon etwas älterer Hut: bei älteren Kindern und insbesondere Erwachsenen soll der Kontakt des Fluorids mit dem Zahn etwas länger dauern, damit es eingebaut werden kann. Fluorid-Gel oder fluorid-haltige Zahnpasta sind angesagt.Noch zwei ältere Hüte: Jodid 100 für alle pubertierenden Mädchen, Jodid 200 für alle Schwangeren ohne latente Hyperthyreose, Folat 0,4 für alle mit Kinderwunsch: frei verkäuflich, Privatrezept mit Zusatz "nicht erstattbar". Eisen mit Folat (fixe Kombination) auch zur Therapie schwerer Schwangerenanämie unwirtschaftlich, auf der Negativliste, obwohl preisgleich mit Eisenpräparat solo. Gibts nicht mehr auf rotem Rezept. PR |
dent.Hardt unregistriert
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erstellt am: 07. Februar 2001 21:45
richtig: die Fluortablette wirk lokal,durch Remineralisation des Zahnschmelzes, die systemische Wirkung steht nicht im Vordergrund.Daher abends nach dem Zähneputzen lutschen oder zerkauen. Wir sind uns bis jetzt einig, daß Fluorprophylaxe mit Tabletten wünschenswert ist. Woher kommt dann die zunehmende Abneigung, sowohl bei Ärzten wie auch Eltern? Info: 300 Tabletten (1/Tag)kosten unter 20.-DM. Fuoridiertes Speisesalz halte ich für keine gute Alternative, da hier die Dosierung nicht gesteuert werden kann. 1 Teelöffel Salz enspricht einer Tabl. mit 0,5 mg ( welches 4.jährige Kind isst ein Teelöffel Salz am Tag? Wo bleiben die Beiträge von den militanten Homöopathen, Kinesiologen und Elektroakupunkteuren? |
dent.Hardt unregistriert
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erstellt am: 07. Februar 2001 21:51
richtig: die Fluortablette wirk lokal,durch Remineralisation des Zahnschmelzes, die systemische Wirkung steht nicht im Vordergrund.Daher abends nach dem Zähneputzen lutschen oder zerkauen. Wir sind uns bis jetzt einig, daß Fluorprophylaxe mit Tabletten wünschenswert ist. Woher kommt dann die zunehmende Abneigung, sowohl bei Ärzten wie auch Eltern? Info: 300 Tabletten (1/Tag)kosten unter 20.-DM. Fuoridiertes Speisesalz halte ich für keine gute Alternative, da hier die Dosierung nicht gesteuert werden kann. 1 Teelöffel Salz enspricht einer Tabl. mit 0,5 mg ( welches 4.jährige Kind isst ein Teelöffel Salz am Tag? Wo bleiben die Beiträge von den militanten Homöopathen, Kinesiologen und Elektroakupunkteuren? |
dent.Hardt unregistriert
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erstellt am: 07. Februar 2001 21:57
Lieber Herr Behrmann die neuen Empfehlungen habe ich als Zahnartzt nicht einmal zu sehen bekommen. Unser Kinderarzt hat mir davon erzählt. Am Besten abheften und weiter wie bisher. |
dent.Hardt unregistriert
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erstellt am: 07. Februar 2001 22:20
richtig: die Fluortablette wirk lokal,durch Remineralisation des Zahnschmelzes, die systemische Wirkung steht nicht im Vordergrund.Daher abends nach dem Zähneputzen lutschen oder zerkauen. Wir sind uns bis jetzt einig, daß Fluorprophylaxe mit Tabletten wünschenswert ist. Woher kommt dann die zunehmende Abneigung, sowohl bei Ärzten wie auch Eltern? Info: 300 Tabletten (1/Tag)kosten unter 20.-DM. Fuoridiertes Speisesalz halte ich für keine gute Alternative, da hier die Dosierung nicht gesteuert werden kann. 1 Teelöffel Salz enspricht einer Tabl. mit 0,5 mg ( welches 4.jährige Kind isst ein Teelöffel Salz am Tag? Wo bleiben die Beiträge von den militanten Homöopathen, Kinesiologen und Elektroakupunkteuren? dent.Hardt Lieber Herr Behrmann die neuen Empfehlungen habe ich als Zahnartzt nicht einmal zu sehen bekommen. Unser Kinderarzt hat mir davon erzählt. Am Besten abheften und weiter wie bisher. |
Zeppenfeld Mitglied
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erstellt am: 09. Februar 2001 00:55
Die "Empfehlungen zur Kariesprophylaxe mit Fluoriden" finden sich auf der Homepage der DGZMK: http://www.dgzmk.de/set5.htmAuch wenn Fluoride zur Kariesprophylaxe sehr sinnvoll sind, gibt es doch eine unschöne Nebenwirkung: Das Risiko, weiße Flecken in den bleibenden Zähnen zu bekommen, ist etwa 20fach erhöht bei der bisher empfohlenen Dosierung. Wenn Kinder zusätzlich fluoridierte Zahnpasta verschlucken, die Mütter fluoridiertes Kochsalz verwenden und gleichzeitig auch noch Fluoridtabletten gegeben werden, sind diese ästhetisch störenden Flecken fast sicher zu erwarten. Mütter sollten auf die Probleme dieser Mehrfachfluoridierung hingewiesen werden. Ich habe unsere Patienten deshalb schon seit Jahren gebeten, die empfohlene Dosis auf die Hälfte zu reduzieren und Merfachfluoridierungen zu vermeiden. WZ |
Claudia37 unregistriert
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erstellt am: 09. Februar 2001 09:54
Sie sprechen etwas sehr Wichtiges an - Mehrfachfluoridierung. Dazu gehört auch, daß die Familie sich anschaut, welches Mineralwasser sie trinkt. Es gibt Mineralwässer mit sehr hohem Fluoridgehalt (Trinkt die Familie, auch die Kinder, regelmäßig ein Mineralwasser, das ca. 1 mg/l Fluorid enthält - entspricht den Vorgaben zur Trinkwasserfluoridierung -, könnte eine Tablettenfluoridierung unterbleiben.), was bei der Anamnese und Beratung berücksichtigt werden sollte. |
W.Zeppenfeld unregistriert
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erstellt am: 09. Februar 2001 12:23
Danke Claudia37, den Punkt habe ich leider vergessen zu erwähnen! WZ |
Behrmann,KA unregistriert
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erstellt am: 09. Februar 2001 13:48
.....und das Erste ist,sich bei seinem Wasserwerk zu erkundigen.Ich habs gemacht. |