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| Autor | Thema: Wer verdient wieviel an Impfungen? |
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Behrmann,Kinderarzt unregistriert |
Das meiste bekommen,die die keine Arbeit damit haben. IKK-Bundesverband 51401 Bergisch Gladbach
unser Schreiben vom 2.11.2000 zum o.a. Thema hatten wir u.a. auch den KVen zugeleitet und von einer größeren Zahl dieser Institutionen eine durchweg verständnisvolle und unterstützende Antwort erhalten. Dafür sind wir sehr dankbar. Um so erschütternder war Ihre Reaktion, die uns auch im Namen der von Ihnen aufgeführten übrigen Spitzenverbände erreichte. Ich kann Ihnen versichern, daß nicht nur die Kinder- und Jugendärzte, sondern auch die impfenden Ärzte anderer Fachgruppen Ihre Antwort als Brüskierung empfinden werden. Sie geben selbst zu, daß Impfungen im wesentlichen von niedergelassenen Ärzten durchgeführt werden. Dieses Verfahren hat sich im Interesse hoher Durchimpfungsraten als sinnvoll erwiesen. Patienten und Patienteneltern haben sich längst daran gewöhnt, diese wichtige Präventionsmaßnahme bei dem Arzt ihrer Wahl durchführen zu lassen. Die hohen Durchimpfungsraten haben durch die Vermeidung behandlungsbedürftiger Infektionskrankheiten andererseits zu einer erheblichen Reduktion der Kosten im Gesundheitswesen und damit der Krankenkassen geführt. Offensichtlich reduziert sich bei Ihnen die ärztliche Leistung bei der Impfung vor allem auf den Injektionsaufwand. Dies ist allerdings der kleinste Anteil unserer Bemühungen. Nach wie vor ist der Beratungsbedarf groß, er erübrigt sich nicht durch die Übergabe von Merkblättern und bedingt neben der subtilen Kenntnisse des beratenden Arztes einen erheblichen Zeitaufwand. Bei den von uns gewünschten DM 50,- handelt es sich um eine Verhandlungsbasis. Selbstverständlich ist uns der Betrag von DM 35,-, den die BKK-VW bezahlt, bekannt. Sie sind aber offensichtlich nicht einmal bereit, selbst dieses nicht gerade üppige Honorar zu zahlen. Wie gering sie den ärztlichen Anteil an den Impfkosten einschätzen mag Ihnen die folgende Zusammenstellung der Kosten belegen, die Ihrer Krankenkasse für die komplette Durchimpfung eines zweijährigen Kindes entsprechend den Empfehlungen der STIKO entstehen: A : Sechsfach – Impfstoff INFANRIX HEXA von SKB 4 x und 2x MMR (PRIORIX von B: Fünffach-Impfstoff INFANRIX IPV + HIB 4 x und ENGERIX K von SKB 3x und 2 x
Für A: DM 96,35
- Information über den Nutzen der Impfung
A): DM 66,00 und bei Berücksichtigt man darüber hinaus, dass der Staat für seine “Beteiligung” an dieser “gesamtgesellschaftlichen Aufgabe” eine Mehrwertsteuer von DM 101,19 bzw. DM 101,73 kassiert, dann ist es schlichtweg ein Skandal, wenn Sie über eine Verbesserung des Arzthonorars nicht mit sich reden lassen wollen. Die Kinder- und Jugendärzte und vermutlich auch die anderen impfenden Fachgruppen empfinden Ihre Antwort als Kränkung und Mißachtung ihres Sendungsbewußtseins und ihrer ärztlichen Leistungen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, daß wir Ihren Brief und diese Antwort zur Information unserer mehr als 10.000 Mitglieder im “Kinder- und Jugendarzt” publizieren werden, falls Sie sich zu einer Revision Ihrer Auffassung nicht entschliessen können.
1. Verträge mit den von Ihnen aufgeführten Krankenkassen nicht mehr unter den bisherigen Bedingungen abzuschliessen und Wir möchten abschliessend betonen, daß uns nichts an einer dauerhaften Konfrontation mit Ihnen liegt, bei der letzten Endes Ihre Versicherten die Leidtragenden wären, wenn wir sie aus unseren Praxen zur Durchführung von Impfungen an den Öffentlichen Gesundheitsdienst weiterempfehlen müssten. Zu einem konstruktiven Gespräch sind wir jederzeit gern bereit.
Dr. Klaus Gritz Dr. Wolfram Hartmann |
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